Für den Kurs “LEBENSRETTENDE SOFORTMASSNAHMEN” (kleiner Erste Hilfe Kurs) in Abensberg am 09. Juni sind noch Plätze frei. Anmeldung unter Tel: 0800-5891809 oder unter der Rubrik “Anmeldung”.
Stand: 20. Mai 2012



Termine auf Anfrage
Nicht nur bei einer sportlichen Aktivität, sondern in jeder Situation kann es zu einem plötzlichen Herztod kommen. Jemand sackt – meist ohne Vorwarnung – neben Ihnen zusammen. Auf Ansprechen reagiert die Person nicht mehr. Jetzt gilt es, zuerst die Atmung zu kontrollieren. Dazu schiebt man das Kinn des Bewusstlosen möglichst weit nach oben (Überstrecken des Kopfes), öffnet den Mund des Patienten und überprüft ca. 10 sec, ob Atemgeräusche vorhanden sind. Gleichzeitig achtet man darauf, ob Ausatemluft – am besten an der Wange – gefühlt wird und ob sich der Brustkorb bewegt. Ist dies der Fall, wird der Betroffene in die stabilen Seitenlage gebracht. Falls noch nicht geschehen, wird jetzt der Notruf 112 abgesetzt. Ist keine Atmung feststellbar, sollte der Ersthelfer mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen. Der Patient muss auf einer harten Unterlage liegen (z.B. auf dem Boden), der Oberkörper muss frei sein (evtl. mit einer Schere nachhelfen). Den Ballen einer Hand auf das untere Drittel des Brustbeins (Mitte des Brustkorbs) platzieren, den Ballen der anderen Hand auf die erste Hand aufsetzen. Mit gestreckten Armen wird nun 30 Mal gedrückt, so dass sich der Brustkorb ca. 4-5 cm senkt bzw. hebt. Zur Beatmung schließt man die Nase des Betroffenen, achtet darauf, dass der Kopf weiter überstreckt bleibt, und bläst zwei Mal Luft in den Mund des Bewusstlosen. Im Wechsel wird nun 30 Mal gedrückt, zwei Mal beatmet. Idealerweise kniet man bei diesem Vorgang neben dem Oberkörper des Patienten. Sollte ein Defibrillator (AED) in der Nähe sein, kann dieser auch von einem Laien eingesetzt werden. Die HLW wird so lange durchgeführt, bis idealerweise die Eigenatmung einsetzt oder der Rettungsdienst eintrifft.
Die Weihnachtsmärkte sind vorbei, die Plätzchen gegessen und die opulenten Festtagsmenüs verdrückt: Jetzt heißt es wieder für Bewegung zu sorgen. Viele warten schon gespannt auf eine tragfähige Eisdecke auf dem nächsten Weiher zum Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen. Und trotz des Klimawandels gibt es bestimmt wieder Gelegenheiten zum Skilaufen. Bei Unfällen während solcher Winteraktivitäten ist die Gefahr besonders groß, dass es zu gesundheitlichen Einschränkungen durch Unterkühlung kommt.
Um dem vorzubeugen sollte ein Ersthelfer bestimmte Punkte beachten. Wärmeerhaltung ist auch in den warmen Monaten lebensnotwendig, gleiches gilt natürlich besonders bei kalten Temperaturen. Decken oder Jacken sorgen für die Wärmeerhaltung von außen, warme, gezuckerte Getränke erwärmen den Betroffenen von innen. Aber entgegen der landläufigen Ansicht, Alkohol wärmt, darf dieser einem unterkühlten Patienten nicht gegeben werden, da Alkohol die Gefäße weitet und die Unterkühlung weiter beschleunigen würde. Eine Rettungsdecke wird richtig angewandt, wenn die goldene Seite nach außen zeigt (gold zeigt zur Sonne). Die Erwärmung sollte langsam erfolgen, wobei ständig Bewusstsein, Atmung und Körpertemperatur überprüft werden sollte. Der Rettungsdienst ist unter der Notrufnummer 112 zu verständigen, wenn sich trotz der Maßnahmen keine Besserung zeigt.